Die Jury 2021

Ursel Allenstein, Foto: Tara Wolff

»In einer fein austarierten Mischung aus Texttreue und Wagemut findet Brigitte Große eine hinreichend offene und zugleich präzise, poetische Form für die scheinbar unüberbrückbaren Gegensätze des Originals.«

Ursel Allenstein
Übersetzerin, Hamburger Literaturpreis 2020

Jan Ehlert, Foto: Jürgen Abel

»Kristine Bilkau zeigt uns eindringlich, welche verheerenden Auswirkungen Achtlosigkeit haben kann. Es ist eine feinfühlige Bestandsaufnahme unserer sich einander entfremdenden Gesellschaft.«

Jan Ehlert
Literaturkritiker, NDR

Jan Karsten, Foto: Victoria Tomaschko

 »Auch auf sprachlicher Ebene glänzt der Comic von Helena Baumeister, die Erzähltexte, die Kommentare und Dialoge sind treffsicher und, bis hin zum berührenden Schlusssatz, auf lakonische Art poetisch. Eine auf allen Ebenen – stilistisch, textlich, atmosphärisch, inhaltlich – preiswürdige Arbeit.«

Jan Karsten
Verleger, CulturBooks

Magdalena Saiger, Foto: Tara Wolff

»Nail Doğans Sprache hat viele Hintergründe, sie ist voller Kraft und voller Frage, sie hebt an und bricht ab, sie lotet aus, wie weh es tut, wenn an einem Gehen nicht mehr zu rütteln ist. Und sie rückt ins Bewusstsein, wie sehr die Willkür der Geburt am einen oder anderen Ort über das Gehen und das ›Zwischending des Bleibens‹ bestimmt.«

Magdalena Saiger
Autorin, Hamburger Literaturpreise 2020

Clara Sondermann

 »Jutta Nymphius hat mit ›Total irre!‹ ein unglaublich witziges und liebenswertes Buch geschrieben, das vor keinem Scham- oder Tabuthema Halt macht und so assoziativ wie ein rasanter Film vor dem inneren Auge abläuft.«

Clara Sondermann
Lektorin und Übersetzerin

Die Jury 2020

»Ein echtes Leseerlebnis: Aufzublättern, Atem zu holen, Fahrt aufzunehmen, fokussiert zu sein auf eine Erzählung, durch die wir fliegen, die Zeit zu vergessen, verzaubert zu sein, den imaginären Hut zu ziehen und sich zu verbeugen vor dem beeindruckenden Text von Silke Stamm.«

Thomas Bleitner
Buchhändler, Buchhandlung Lüders

 »Uticha Marmon hat mit feinem Humor und großer Empathie eine so glaubwürdige wie spannende Geschichte geschrieben. Sie gibt damit all den Kindern, von denen in diesem Pandemiejahr viel zu wenig gesprochen wird, eine starke Stimme.«

Julia Ditschke
Autorin und Lektorin, Hamburger Literaturpreis 2019

Natascha Geier

»Es ist große Kunst, wie Peter Thiers seine Figuren lügen, sich gegenseitig demontieren und mit perfiden Finten kämpfen lässt – nüchtern, schnodderig, boshaft und pointiert auf den Punkt – aber erstaunlicherweise nicht ohne Empathie. Mehr geht nicht.«

Natascha Geier
Literaturjournalistin, NDR Fernsehen

Katharina Picandet

 »Magdalena Saiger lässt ihre Figur so wütend und so philosophisch zugleich, so klug und dabei subtil witzig sprechen, dass man sich diesem Sog kaum entziehen kann.«

Katharina Picandet
Lektorin, Edition Nautilus

 »Sich der Mammutaufgabe angenommen zu haben, maritime Fachbegriffe, Umgangssprache und vertrackte Syntax mit Verve und einem wunderbaren Gespür für Rhythmus und Pointen ins Deutsche übertragen zu haben, dafür gebührt Mirko Bonné unser Lob und ein Preis.«

Britt Somann-Jung
Übersetzerin, Hamburger Literaturpreis 2019



Die Jury 2019


»Mit ihrer Übersetzung gelingt es Dagmar Mißfeldt herausragend, den atemlos parataktischen Stil aus dem Norwegischen zu übertragen. Die Sprache ist, der Fluchtgeschichte immer angemessen, ernsthaft gehalten und erzeugt nebenbei einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann und will.«

John Cohen
Buchhändler, cohen+dobernigg BUCHHANDEL

»Ulrike Syha hat einen höchst aktuellen Stoff, der die großen Fragen nach den Regeln unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens behandelt, originell umgesetzt.«

Judith Liere leitet das Ressort Kultur beim »stern«

»Mit feinem Gespür für ihre Figuren montiert Katrin Seddig die Stimmen der unterschiedlichen Generationen inein-ander und erzählt uns so vom Zerfall der bürgerlichen Institution Familie – wir dür-fen uns auf einen klugen Roman über die moderne Gesellschaft freuen.«

Daniel Mellem, Autor, Förderpreis für Literatur 2018

»Die breite Palette an Stilebenen so zu übersetzen, dass im Deutschen ein homogener Text entsteht, ist eine unglaubliche Herausforderung, die Claudia Steinitz mit Verve und Können und nicht zuletzt mit einem hohen Maß an – lesbarer – Hingabe und Empathie gemeistert hat.«

Stefan Pluschkat, Übersetzer (Förderpreis für literarische Übersetzungen 2018 )

»Tamar Noort erzählt kurzweilig und mit lakonischem Witz. Ihre Figuren sind leben-dig und liebevoll gezeichnet, ihre Dialoge ungekünstelt und originell, ihre Darstel-lung norddeutscher Insellandschaften und Provinzkäffer in ihrer wunderbaren Tris-tesse absolut überzeugend.«

Judith Weber, Lektorin im mareverlag